Gemünden, "Perle des Hunsrück", ein landschaftlich reizvoll gelegener Erholungsort am Fuße des Soonwaldes, ist eine der Hochburgen der Hunsrücker Fassenacht. Hier, in einem lieblichen Tal, wo sich auf einem Felsvorsprung das Gemündener Schloß erhebt, um das sich, umschlossen vom rauschenden Simmerbach, das alte Gemünden mit seinen mittelalterlichen, romantischen Winkeln und Gassen schmiegt, ist der Karnevalclub Gemünden e.V. (KCG) zu Hause.

Das närrische Treiben in der "Fünften Jahreszeit" hat bei den "Geminnern" schon seit Jahrhunderten Tradition. Zunächst waren es die karnevalistischen Sitzungen des Ortsverbandes der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), die das närrische Volk zusammenführte.
Mit Hilfe von Gemündener Vereinen, ortsansässigen Geschäftsleuten, Sponsoren und Förderern sowie der Gemeindeverwaltung ist darüber hinaus seit 1990 der alljährlich stattfindende Karnevalsumzug zu einem weiteren, nicht mehr wegzudenkenden Höhepunkt der "Geminner Fassenacht" geworden. Die Ideen dazu entwickelten die Vollblutkarnevalisten Walter Manns und sein närrischer Kollege Hans Peter Lindenbaum.
Sie waren es auch, die die Initiative ergriffen, mit einer handvoll weiterer Einheimischen 1995 den Karnevalclub Gemünden aus der Taufe zu heben und seitdem dem karnevalistischen Treiben der Hunsrückgemeinde immer wieder neue Impulse zu geben.

Wirkungsvoll unterstützt von den "Rotröcken", dem aktiven Kern karnevalistischen Brauchtumes verbundener Närrinnen und Narren, hat sich seit der Gründung des KCG die Zahl seiner Mitglieder von anfänglich 26 auf über 100 erhöht. Die Palette der Veranstaltungen wurde, dank des ideenreichen und tatkräftigen Engagements von nahezu 100 karnevalbegeisterter, aktiv mitwirkender Jecken, immer vielfältiger und bunter gestaltet.
Die Teilnahme frohgelaunter Fassenachter aus Nah und Fern an dem stimmungsvollen, närrischen Treiben wächst von Jahr zu Jahr. Schon zu Beginn einer jeden Session am 11.11. um 11.11 Uhr, wenn mitten im Gemündener Flecken "Am Römer" - dem mittelalterlichen Zentrum des Ortes - bei Glühwein, Freibier und Sekt, dem Narrenschweiß "Humor trocken", eine Spezialabfüllung des KCG, die Korken knallen, eilen die Geminner Närrinen und Narren herbei, um bei zünftigen Karnevalsklängen die fünfte Jahreszeit einzuschunkeln.

Bei dem sich anschließenden Prinzenball, auf dem das alte Prinzenpaar sich verabschiedet und die neuen Tollitäten gekürt werden, findet die Auftaktveranstaltung in närrischer Runde ihren stimmungsvollen Abschluß im "Gemündener Hof", der Narrenhalle des KCG. Immer umfangreicher wird die Beteiligung an den Kappensitzungen des KCG; längst nicht mehr kann der Festsaal des "Gemündener Hofes" dem Ansturm des närrischen Volkes standhalten. Jeder von der Fassenacht infizierte will bei dem "karnevalistischen Feuerwerk" der Extraklasse dabei sein.
Diesem berechtigten Wünschen entsprechend finden seit dem Jahre 2001 zwei Kappensitzungen statt und jedes Mal reißen die Aktiven der Sitzung mit ihren Darbietungen die Närrinnen und Narren von den Stühlen, lassen keine Minute Langeweile aufkommen.
Dass die "Geminner Narren" mit ihren Darbietungen immer besser werden, hat sich selbst bis zum Fernsehen herumgesprochen. Wiederholt waren bereits Kamerateams vor Ort. Auf der Kappensitzung 2001, die unter dem Motto "Geminner Schwung hält alle jung" stand, zeichnete der SWR mehrere Programmpunkte auf.
Hier wollen wir mit dem allgemeinen Teil enden. Besucht doch auch mal unsere Galerie. Dort findet ihr einige Bilder von unserem närrischen Treiben.

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